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31.5.2020 : 16:18

Blatt zum Sonntag 19. April 2020

Aus der Zwiebel wird die Blume …
Österliche Gedanken

 

1. Aus der Zwiebel wird die Blume,
aus dem Samenkorn ein Baum;
in Kokons versteckte Hoffnung:
Schmetterlinge frei im Raum.
Und im Schnee und Eis des Winters
träumt der Frühling seinen Traum,
unentdeckt, bis seine Zeit kommt;
Gott allein gibt ihm Raum.

2. In der Stille wacht ein Lied auf,
sucht nach Wort und Melodie;
Nacht und Dunkel weicht dem Morgen;
hoffnungsvolle Harmonie.
Aus dem Gestern fließt die Zukunft;
was sie bringt, ist jetzt Vision;
unentdeckt, bis ihre Zeit kommt;
Gott allein kennt sie schon.

 

3. Unser Ende ist ein Anfang;
unsre Zeit birgt Ewigkeit.
Aus dem Zweifel steigt der Glaube,
aus dem Staub Unsterblichkeit.
Aus dem Tod folgt Auferstehung
und das Ende ist Gewinn,
unentdeckt, bis seine Zeit kommt;
Gott allein kennt den Sinn.

 

EmK-Gesangbuch 661
Text: Natalie Allyn Wakeley Sleeth (USA) 1985
Übersetzung: Lothar P
öll 1999

 

 

Was Dietrich Bonhoeffer während seiner Zeit im Gefängnis im Gedicht »Wer bin ich?« ausgedrückt hat, kann ich in dieser Corona-Zeit gut nachvollziehen: »… Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig, ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle, hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen, dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe. …«

Das Lied »Aus der Zwiebel wird die Blume« singe ich gerne. Die in diesem Lied entfalteten Bilder geben der Hoffnung Nahrung. Sie öffnen den Blick für das, was schon da ist, aber was wir noch nicht sehen können: Aus einer Zwiebel wachsen Blumen, aus einem Samenkorn sogar ein ganzer Baum. Raupen verpuppen sich und es werden Schmetterlinge daraus.

Das Lied hat seinen Ausgang von der dritten Strophe genommen. »Unser Ende ist ein Anfang …«. Damit wird unsere Sicht auf die Dinge umgewendet. Die Autorin Natalie Sleeth erzählt, Die in dieser Strophe angesprochene Auferstehung bewirkt, dass wird die Dinge des Lebens in umgekehrter Richtung betrachten können: Wo der Tod dem Leben ein Ende setzt, wird mit der Auferstehung aus diesem Ende ein neuer Anfang, der Anfang einer endgültigen Lebendigkeit.

 

Eine Osternest-Überraschung:

•   https://www.youtube.com/watch?v=XVFURNBm5Ow

 

 

GEBET

 

Der Gott des Lichtes und des Lebens
strahle leuchtend auf über uns.

Er lasse uns spüren das Feuer der Liebe
und wärme unsere Herzen mit seiner Lebensglut,
damit wir erkennen seine Güte und seine Barmherzigkeit,
die überreich sind für jeden von uns.

Er lasse uns aufstehen, wenn Leid unser Leben lähmt –
und lasse uns seine Stimme h
ören, wenn er ruft:
Ich will, dass du lebst.

Das gewähre uns Gott, der für uns Licht ist am Tag
und in der Nacht: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Amen.

 

 

OSTERSEGEN

 

Gott lache mit dir in deiner Freude.
Gott weine mit dir in deiner Trauer und Verlassenheit.
Gott hebe und bewahre deine Träume und Hoffnungen.
Gott streichle sanft über deine Wangen.
Gott h
öre deinen Fantasien leise zu.
Gott heile deine Verwundungen.
Gott nehme dich liebevoll in die Arme.

So segne dich Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist!

Amen.

 

Ich wünsche euch eine veränderte Sicht für die Ereignisse in dieser Woche!
Behüt’ euch Gott!

Liebe Grüße, Euer Traugott Holzwarth

 


Osterdankopfer

Ein besonderer Dank gilt all denen, die ihre Gemeinde auch in dieser gottesdienst- und damit opferfreien Zeit ihre Verbundenheit durch eine Spende zum Ausdruck gebracht haben.
Ein gutes Vorbild für alle, die dem nacheifern wollen.

Lasst euch dazu anregen!

 

Telefon 07143 34457 || EmK-Besigheim(at)t-online.de

Bankverbindung:

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